Audi und Trump
Gernot Döllner will in den USA produzieren. So weit, so gut. Machen schließlich alle großen Autohersteller aus Deutschland schon lange. Auch die Gründe sind klar: Die Strafzölle von Trump sollen so umgangen werden.
Das alles, während der VW-Konzern seinen Mitarbeitern die Tarifvereinbarungen kündigt und laut über großflächige Kündigungen und Werkschließungen in Deutschland spekuliert. Das ist bitter, es ist eben auch Kapitalismus.
Aber dass Herr Döllner für diese Nachricht eine Wahlkampfveranstaltung von Herrn Trump nutzt, ist einfach nur widerlich. Dieses sich Anbiedern gegenüber einem Präsidenten, der mit seiner willkürlichen Strafzollpolitik die Unwirtschaftlichkeit des US-Geschäftes von Audi erst verursacht hat, ist einfach nur peinlich. Es erinnert mich an die geistigen Kehrtwenden so mancher US-Tech-Milliardäre. Ich könnte jetzt behaupten, ich kaufe deswegen nie wieder einen AUDI. Wäre aber gelogen. Für einen AUDI reicht meine Knete ohnehin nicht. Ich werde ostdeutsch vergütet ;-).
